Das Zentrum des Schönen: Das Luberon – südliche Vaucluse

Für Wanderer, Radfahrer und andere Genießer

Das Luberon liegt südöstliche von Avignon und bildet gleichsam den südöstlichen Teil der Region Vaucluse. Es ist bestimmt durch einsame Wälder und felsiges Land, dazwischen liegen malerische Provencedörfer, im Hintergrund erstreckt sich die Bergkette des Luberon. In der Region gibt es einen großen Naturpark, gegründet 1977, der 60 Gemeinden auf 140.000 Hektar umfasst, gelegen zwischen Manosque und Cavaillon und den Tälern von Calavon und Durance. Der „petit Luberon“ im Westen ist 700 Meter hoch, während der „Grand Luberon“ im Osten mit dem Mourre Nègre bei 1125 Metern gipfelt.

In Reiseführern wird das Luberon immer wieder als „Eldorado“ für Wanderungen bezeichnet, auch Radfahrer sollen hier – wegen der vielen gut angelegten Fahrwege – ihr Glück finden. Teilweise stimmt das vielleicht, die Radwege sind wirklich gut gemacht, die Landschaft zum Wandern verlockend, aber im Sommer sollte man solche Aktivitäten dennoch auf ein Minimum beschränken. Bei 38 Grad im Schatten, wenn man also schon schwitzt, während man im Liegestuhl eine Buchseite umblättert, muss man nicht Berggipfel erklimmen oder Weinberge hochkraxeln. Kann man natürlich. Muss man aber nicht.

Stattdessen kann man schlafen, bis das Zirpen der Cigales so laut wird, dass es einen von selbst aus dem Bett treibt. Die ersten Sonnenstrahlen auf der Terrasse genießen. Noch etwas verschlafen zum Bäcker gehen (oder fahren, je nachdem wie es sich mit der Entfernung verhält). Man kann in Ruhe Frühstücken, einen Kaffee schlürfen, ein Buch lesen. Wenn es dann zu heiß wird, von der Terrasse in den kleinen Garten überwechseln. Im Liegestuhl liegen. Das Wetter genießen und natürlich auch das gute Buch. Später, wenn die Mittagshitze sich verzogen hat, kann man sich langsam aufmachen, vielleicht eines der Bergdörfer zu entdecken, ein Museum zu besuchen (sind meist klimatisiert und somit eine nette Abkühlung). Am frühen Abend kann man nach Velleron fahren, hier beginnt (außer Sonntag) um 18 Uhr der Bauernmarkt. Die Landwirte der Region bieten das an, was sie am Tag gepflückt und geerntet haben. Frischer geht es nicht. Abends kann man dann selber kochen oder natürlich essen gehen – auch hier sind die Möglichkeiten unbegrenzt.

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